Die Definition eines Legasthenikers
Lars-Michael Lehmann (bekennender Legastheniker,Autor, Forscher)
Aus meinen erleben sehe ich die Legasthenie so:
Legasthenie ist eine andere Form der Wahrnehmung und Intelligenz, die Sinnesorgane eines legasthenen Menschen des zu 360° offen genau aus diesem Grunde werden die Bereiche der Aufnahme und Wiedergabe von: gesehenen, gehörten, gelesenen, gesprochenen, sowie Zeitgefühl und Körpergefühl differenziert anders wahrgenommen als bei nichtlegasthenen Menschen. Aufgrund der anderen Form der Wahrnehmung, lässt die Konzentration nach wenn es um Buchstaben, Symbole oder Zahlen geht. Genau aus diesem Grunde kann es passieren dass das Lesen und Schreiben sowie Rechnen fehlerhaft sein kann. Diese andere Form der Wahrnehmung bringt die Schwierigkeit hervor das Menschen Schwierigkeiten in der Differenzierung haben, daher fällt es Ihnen schwer Buchstaben und Symbole sowie Zeilen auseinander zu halten, da sie selber kaum innere Bilder von diesen erzeugen können. Legasthene Menschen benötigen eine anderes pädagogisch-didaktische herangehen der in der Erziehung und Bildung, um gutes Schreiben und Lesen zu lernen. Die Legasthenie als reine Form ist keine Behinderung der Intellektuellen Fähigkeit, sie muss aber schon in frühen Kindesjahren erkannt und diagnostiziert werden, um sekundäre Probleme zu vermeiden. Wird eine Legasthenie nicht beizeiten erkannt entstehen zumeist eine schwerwiegende sekundäre Probleme wie: Schulangst, Depressionen, Aggressionen, Süchte und Gewaltbereitschaft sowie andere psychosoziale Schwierigkeiten. Zum einen hängt dieses natürlich auch mit sozialen Gefüge der Familien zusammen, aber auch mit der pädagogisch-didaktischen herangehen der Lehrkörper. Da die Legasthenie bis heute weit gehend viel zu wenig beachtet und überhaupt bekannt ist, entwickeln nicht wenige Legastheniker psychosoziale Schwierigkeiten. An dieser Stelle kann man dann von einer psychosozialen Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten ausgehen, die dann nicht selten mit anderen einhergehen. Nicht wenige von ihnen entwickeln im Laufe ihres Lebens aufgrund der Nichtdiagnose eine ADS oder andere formen von Aufmerksamkeitsproblemen. Diese Problematik hängt zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit mit dem sozialen Gefüge im Familienleben ab sowie dem pädagogischen Bereich. Als Grundform ist die Legasthenie aber weder noch eine Lernbehinderung oder psychische Krankheit. Wenn sie nicht erkannt wird ist die Wahrscheinlichkeit aber sehr hoch um das in späteren Leben möglich eine Behinderung daraus wird. Von seitens der Pädagogik betrachtet kann man durch gezielte pädagogisch-didaktische Methoden die Legasthenie weitestgehend bis zu einem sehr hohen Prozentsatz vermeiden mit Ihren sekundären Problemen vemeiden, legasthene Menschen können gerade aus diesem Grunde eine völlig normale Schulbildung durchlaufen, und gehören auf keine Sonderschule oder Behinderten Werkstatt. Sie brauchen daher eher eine kreative und sehr bildhaft-pädagogische Vermittlung von Wissen. Legastheniker lernen zumeist mit Assoziationen, und können diese sehr gut variieren und miteinander verbinden, haben sie vom gelernten ein Bild, werden Sie es auch dies Schreiben können. Haben Sie keine Assoziation dafür lernen sie es auf wie schwerer. Daher brauchen Legastheniker sehr gut ausgebildete Pädagogen die dies sehr gut vermitteln können. Und es wird seiner so sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch keine Probleme in der Schule geben. Außerdem brauchen legasthene Menschen, weil sich sicher völlig anders wahrnehmen als ihre Umwelt, sehr viel Annahme und Liebe und Geborgenheit, und immer wieder Bestätigung sowie Erfolgserlebnisse beim lernen. Macht Ihnen das lernen Spaß werden sie auch Lernerfolge Schule haben. Darum braucht man auch Pädagogen die Spaß an der Lern-und Wissensvermittlung haben.
Fähigkeiten und Potenziale
Legasthene Menschen verfügen über ganz spezielle individuelle Fähigkeiten und Potenziale. Aufgrund ihrer offenen Wahrnehmungssysteme die ihnen eine sehr vielschichtige Sicht auf viele Bereiche ermöglicht, sind sie nicht selten für eine höhere Schulbildung prädestiniert. Ihre Vielschichtigkeit ermöglicht Ihnen gerade in den Bereichen der Naturwissenschaften, Forschung, Kunst und Kultur, oder anderen besonderen Disziplinen mögliche Hochbegabung zu entwickeln. Wenn die Legasthenie beizeiten erkannt wird besteht diese Möglichkeit bei dieser normalen bis überdurchschnittlichen Intelligenz besondere Fertigkeiten und Fähigkeiten zu entwickeln.
Ein gesellschaftliches Problem
Die Legasthenie ist mit einem unausgesprochenen Stigma behaftet, was sehr tief in unserer Gesellschaft verankert ist. Denn wer nicht richtig lesen oder schreiben kann, kann auch nicht richtig gescheit sein. Also man verbindet viel zu oft lese und schreibe Fertigkeiten mit dem Intellekt. Dies hat aber eigentlich schon beizeiten die Wissenschaft erkannt dass die Legasthenie unabhängig vom Intellekt sich entwickelt. Aber diese Ansicht ist leider durch die verschiedensten fehlerhaften Gedankenmuster in unserer Gesellschaft verankert. Nicht nur wenige Eltern wissen sie zu wenig über dieses ganze Problem, Bescheid auch viele Fachexperten aus den unterschiedlichsten Disziplinen haben in vielerlei Hinsicht leider nur Teilwissen was die legasthenen in unserer Gesellschaft benachteiligt, weil leider in unserer Gesellschaft so viel an Aufklärungsarbeit fehlt, werden sehr viele legasthene Menschen Stigmatisier und benachteiligt. Dies beinhaltet natürlich einen sehr hohen ideell sowie gesellschaftlichen Schaden. Denn wenn man diese Menschen nicht in die Gesellschaft integriert, werden sie ein Leben lang von von Sozial und Transferleistungen leben, oder müssen viele nichts bringende Rehabilitationsversuche in den verschiedensten Einrichtungen (BBW, BfW) über sich ergehen lassen, die ihnen am Ende nur schaden. Gerade aus diesem Grunde entsteht ein sehr hoher wirtschaftlicher Schaden. Auch unseren Fachkräftemangel könnte man mit diesen Menschen sehr gewissen ausgleichen und beheben.Denn diese Menschen haben nicht selten das Zeug wirklich gute Qualifikationen oder eine Hochschulstudium zu erreichen, und das in sehr vielschichtigen Disziplinen. Bisher hat man leider diese Menschen von staatlicher Seite viel zu wenig gefördert und eher nur benachteiligt, dies ist eine enormer Schaden der jährlich viele Millionen Euro an Steuergeldern fordert, und diese Menschen nicht entsprechend unserer Verfassung zu integrieren vermag. Wenn man von grundauf viel mehr in die frühkindliche Förderung und Diagnostik und Lerntherapie investieren würde könnten man die vielen flaschgeleiteten Lebenswege legasthener Menschen verhindern, und würde den sehr hohen Gesellschaftlichen und Wirtschaftlichen schaden abwenden können.
Die Legasthenie kommt in allen Schichten vor
Legasthene Menschen leben in allen Bereichen dieser Gesellschaft, in finanziell gutstehenden oder weniger gutstehenden Familien. Größter Unterschied ist das bei besserverdienten Eltern, legasthene Kinder bekommen eine bessere Schulbildung sowie Förderung. Denn die deutschen Privatschulen haben nicht selten diese ganze Problematik richtig erkannt, legasthene Menschen können sich da sehr oft sehr gut entwickeln aufgrund der sehr individuellen Förderung. Staatliche Schulen haben leider nicht die Möglichkeit sich auf legasthene Menschen einzulassen, dein leider viel zu oft das nötige pädagogische Personal fehlt die überhauft richtig informiert Aufgeklärt sind, außerdem sind auch die Schulklassen viel zu groß, es liegt auch an der allgemeinen Wissensvermittlung der Pädagogen. Der nächste Nachteil bei ärmeren Familien ist, dass das psychosoziale Umfeld der Kinder in den Familien eher geschwächter ist als bei den Besserverdienenden. Legasthene Kinder die in einen besserverdienenden Umfeld großwerden können auch stabiler und gesünder aufwachsen und sich entwickeln, daher sich auch besser im psychosozialen und auch emotional Bereich entwickeln. Daher kann es möglich sein dass die psychosozialen Schwierigkeiten sich sehr oft nicht zu sehr stark ausgeprägen, wie die wie es bei den Kindern von sozialbenachteiligten ist. Auch die berufliche Chance bei legasthenen Menschen von besserverdienenden Eltern sieht nicht so sehr schlecht aus, da nicht selten dieser Kinder auch auf privaten Schulen / Hochschulen einen guten Bildungsabschluss erreichen können. Kinder aus sozial schwachen Umfeldern hingegen bekommen kaum die Chance sich überhaupt darüberhinaus über einen Hauptschulabschluss zu entwickeln oder eine miderqualitfizierten Beruf zu entwickeln.. Die beruflichen Chancen sehen für sie nicht gut aus, viele von ihnen leben ein Leben lang von Sozial- und Tranfergeldleistungen, und entwickeln nicht selten psychosoziale Schwierigkeiten. Diese Betrachtung zeigt sehr klar die Ungerechtigkeit im Bildungssystem. (zwei Klassenbildungssystem)
Legasthene Menschen brauchen ein gesundes Umfeld um auch zu dieser anderen Form der Wahrnehmung und Intelligenz zu stehen. Dann können sie auch ohne Probleme in dieser Gesellschaft über dieses Thema aufklären und informieren. Denn nicht die Politik und andere Fachexperten können dieses Sigma abbauen.
Zwei positive Beispiele:
Frank H. Asbeck* ist bekennender Legastheniker und sagt von sich:
Ich bin stolz, ein Legastheniker zu sein, er ist der Gründer von SolarWord, eines der Top- Unternehmen im Solarbreich.
Andrej Ammann (Dudl)**,ist ein erfolgreicher Schweizer Spitzensportler im modernen Fünfkampf, er konnte bis zur sechsten Klasse kaum seinen Namen richtig schreiben, fand aber dann die Leidenschaft Sport und somit die Wende kam. Danach folgte ein Schweizer Meistertitel und wurde mit 29 Jahren Nationaltrainer. Seit fast 10 Jahren hat er mehr als 10 Fitnessstudios mit seinem Bruder in der Schweiz gegründet, und ist Chef von über 100 Mitarbeitern, im Jahre 2007 schrieb er sein erstes Buch, obwohl er selber nie eins gelesen hat, „Dudle das Buch“ ist eine sehr lustige Lebensgeschichte eines Legasthenikers, die total viel Mut macht.
November 15, 2007 at 9:36
bin begestert
gehoere auch dazu und habe viel damit zu kaempfen schon mein leben lang.
es ist etwas was einen immer bremst und was mann verstecken viel oder geheimhalten viel um sie nicht zu schaemen usw.