Folgen durch Schulversagen bei legasthenen Schülern

By Admin

Heute möchte ich mich einmal etwas genauer mit den Folgen durch Schulversagen bei Schülern mit einer Legasthenie widmen. Selber kann man über viele Jahre Lebenserfahrung als Legastheniker zurückgreifen wie die Zusammenhänge aussehen können.

Habe auch gute Quellen von Experten gefunden die diese Beobachtungen auch gemacht haben, über diese werde ich die nächste Zeit sehr intensiv Berichten.

Durch die ablehnenden Erfahrungen im sozialen Umfeld sowie Schule entwickeln nicht wenige Legastheniker verschiedene Rollen als Betroffener. Einige Legastheniker verdrängen Ihre Schwierigkeiten, bekommen mehr oder weniger starke Minderwertigkeitskomplexe, denken von sich selber sie seinen eben dumm oder schlüpfen in die Opferrolle.

Müller-Wolf* sagte, „dass Legastheniker sich in einem Teufelskreis befinden.“ Das Schulversagen verstärkt die Schwierigkeiten oft auf der ganzen Ebene da die Kulturtechniken in allen Schulfächern benötigt werden um gut lernen zu können. Der Teufelskreis für viele Legastheniker kann sich bis zu völligen Lernblockaden führen.

Ehmann** erwähnt auch den o.g. Teufelskreis und Schreibt, dass Angst vor dem Versagen das „normale“ Erlernen von Lesen und Schreiben behindert, und so zu schlechten Leistungen führt. Legasthene Schüler reagieren bei schlechten Leistungen wiederum häufig mit Ängsten sowie gelegentlich sogar mit sekundären, körperlichen Symptomen, was sich verstärkt negativ auf den ganzen Lernprozess in der Schule auswirkt.

Diese Versagen ist keine persönliche Schwäche des betroffenen Schülers sondern ist auf den gesellschaftlichen Perfektionszwang zurückzuführen. Ehmann schreibt über den harten Wettbewerb den die Schule mit sich bringt, der daraus sehr oft viel zu viel Verstörung von Kindern und Jugendlichen beiträgt. Unsere epochale Technisierung weckt zusätzlich einen starken Sinn für Erfolg und Misserfolg. Auch Zwänge einem gesellschaftlichen Ideal zu entsprechen, das die eigenen Fähigkeiten untergräbt und nur noch auf Ihr Nichtkönnen fokussiert steigern die Situation erheblich.

Daher legt man schon sehr früh eine Laufbahn des Teufelskreises für den legasthenen Menschen, der sich mit schwerwiegenden Folgen äußern kann. Daher ist die sogenannte „Legasthenietherapie“ die von einigen Experten des BVL e.V. Fokussiert keine wirkliche Lösungen sondern eine Steigerung der Schwierigkeit, die den Betroffenen eher zum Übertherapierten machen als zu einem gestärkten Menschen der seine „Schwäche“ zu kompensieren weiß. Man muss einfach die Legasthenie als eine normale natürliche Veranlagung verstehen, daher wird die so genannte Therapie kaum etwas bewirken können. Da man einen Legastheniker nicht zu einen perfekten Rechtschreibprofi Therapieren kann.

In Deutschland wird aber leider durch die Legasthenietherapie der Teufelskreis nicht abgemindert, sondern eher verstärkt da man den Betroffenen weiß machen will das er nicht „ganz Gesund“ ist. Es Helfen nur ganzheitlichen und maßgeschneiderte Ansätze zur Kompensierung und des Barrierefreien Zugang im Bildungssystem.

Quellen: * Müller-Wolf 1974, zit. Nach Naegele, I. M. (2001). Schulschwierigkeiten in Lesen, Rechtschreibung und Rechnen. Vorbeugen, verstehen, helfen. Weinheim und Basel: Beltz., und Ehmann** H. (2000). Ist mein Kind Legastheniker. Ein Ratgeber zur Lese- und Rechtschreibschwäche. München: C. H. Beck oHG, Legasthenieexperte Lars-Michael Lehmann

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