Ich werde Harz IV – Die Perspektive mancher Jugendlicher

By Admin

Man kennt die schon jahrelang, aus den öffentlichen Debatten um das Thema Jugendarbeitslosigkeit. Für Hauptschüler und Realschüler ist die Lage im Moment, nicht besser geworden. Auch wenn in den öffentlichen Medien berichtet wird, dass Jugendliche in diesem Jahr wieder mehr Möglichkeiten haben eine Ausbildung zu absolvieren. Man darf aber nicht vergessen das mehrere hunderttausende Jugendliche, durch Nachqualifizierungsmaßnahmen weiter gefördert werden, die dem Staat jährlich rund 5 Milliarden Euro kosten, nur um einen Hauptschulabschluss nachzumachen – und am Ende müssen leider doch diese Schüler sagen: „Ich werde Harz IV“, den die Qualifizierungsmaßnahmen, die man auch Berufsgrundbildungsjahre „BVJ“ etc. nennt, bringen ihnen keine Möglichkeit für eine Perspektive. Sehr wahrscheinlich, sind nicht wenige Legastheniker und Dyskalkuliker darunter, wenn man diese natürlich in solcher Maßnahmen steckt, kann auch nichts herauskommen, als nur „Harz IV“, weil die Herangehensweise in Form solcher Maßnahmen die falsche ist. Außerdem, sind diese Maßnahmen keine individuellen sondern eher mehr Massenabfertigung – aber auch Hauptschüler und Realschüler sind keine Robortermenschen!

Dies habe ich selber am eigenen Leib erfahren und erlebt, darum würde ich grundsätzlich gegen solche Maßnahmen aussprechen, außerdem würde ich die Berufsgrundbildungsjahre, nach dem Gießkannenprinzip, wie sie die Bundes Agentur für Arbeit praktiziert, gänzlich abschaffen. Denn dann müsste man diese Maßnahmen, individualisiert, und Interessenorientiert diesen Jugendlichen anbieten, denn das ist doch Schwachsinn, diese Jugendliche diese Lehrgänge durchlaufen, denn so ist ein richtiges Weiterkommen für diese kaum möglich. Sie werden dann meistens Maler, Maurer, Tischler, Koch. Aber wunschgemäß will und individuelle berufliche Orientierung entsteht daraus nicht – so macht man eben „Böcke zur Gärtnern“. Nicht nur auf Kosten der individuellen Chancengleichheit, und Begabung dieser Jugendlichen, sondern natürlich auch auf Kosten der Steuerzahler. Diese mit vielen Milliarden Steuermitteln, könnte man sich definitiv ersparen. Denn ein sehr großer Teil, gewinnt keinen Nutzen nach solchen Maßnahmen, weil sie von Grund auf nach dem Massenprinzip ausgerichtet sind. Leider müssen nach diesen Maßnahmen viele sagen nun werde ich doch halt: „Harz IV“, früher waren es Arbeitslosenhilfe bzw. Sozialhilfe, da ging es den Menschen noch etwas besser.

Ich kenne sehr viele Biografien, die solche Maßnahmen durchlaufen haben, dies hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum geändert, der Ursprung liegt natürlich, ihm unterfinanzieren und desolaten Bildungssystem, für uns Legastheniker ist dies schon noch prekärer, denn viele mussten und müssen, noch solchen Quatsch durchlaufen – er am Ende aber nichts bringt. Leider. Dies wird natürlich zu einen sehr hohen Prozentsatz verschwiegen, dass diese Maßnahme nichts taugen. Außerdem sind diese Lehrgänge für diese Jugendlichen, der Anfang für eine Integrationskarriere, nicht selten ein Leben lang, und endet sogar manchmal in einem Berufsförderungswerk – dies gehört zu meiner Biografie. Genau, diese Herangehensweise stellte ich immer infrage, aber man wurde nie gehört, auch beim Petitionsausschuss des Bundestages nicht, da wurde immer behauptet es wäre immer richtig gewesen, und man solle eben dankbar sein. So billig kann man dem Bürger nicht abschmettern. Das sagt uns eigentlich das Grundgesetz doch etwas ganz anderes, denn es gibt ja ein Recht auf Chancengleichheit, ein Recht auf freie und individuelle Entfaltung…

Aber leider, ist dies nur ein Traum!

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