Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V., stellt die Lage legasthener Menschen mit einer neuen Pressemitteilung vom 29.07.2008 richtig dar. Dies kann man als Betroffener nur so begrüßen, weil endlich einmal der große Elternverband „öffentlich“ es so auf den Punkt bringt, wie die Lage legasthener Menschen ist.
Der Bund schmälert immer mehr die Gelder
Der Bund sieht sich immer mehr aus der Affäre, daher kann auch die Kultusministerkonferenz auch nicht direkt eingreifen. Außerdem werden die Schulreformen zusammengeführt, die Klassenstärken nehmen ersichtlich zu. Daher ist es dem pädagogischen Fachpersonal aufrund der Ressourcen kaum möglich die Schuler zu unterstützen – das G8-Papier sagt eigentlich etwas, da ist es vorgesehen das die Lehrer die Schüler individuell fördern sollen, so steht es auf dem Papier des neuen G8-Papiers, die die Minister empfohlen haben, wurden bisher nicht unterstützt.
Das Problem mit dem Föderalismus im Bildungssystem
Deutschland hat 16 Bundesländer, 16 schulische Regelungen, daher werden auch Schüler mit Legasthenie sehr unterschiedlich gefördert, bzw. integriert. Sofern dies überhaupt der Fall ist. In meinen Bundesland kann es den Schüler passieren, das er auch auf Weiterführende Schulen darf, was aber sehr selten der Fall ist, des Weiteren kann es passieren das dieser auch auf eine Sonderschule muss. Daher kommt auch bei den Betroffenen Familien das Gefühl hoch: „ Wir Eltern haben das Gefühl, dass man uns für dumm verkauft, denn unsere Kinder erfahren in der Schule wenig Unterstützung“, beklagt Frau Christine Scygiel, Vorsitzende des BVL e.V. „Als Eltern sehen wir auch die Problematik der Lehrer, die immer mehr Anforderungen von den Kultusministern auferlegt bekommen, ohne sie dazu zu befähigen oder zu entlasten, so Frau Scygiel Daher blieben schon immer die Schüler auf der Strecke, heute ist es aber durch die Bestimmungen noch schlimmer geworden. Hinzu kommen die Leeren Kassen der Länder.
Legastheniker passen nicht in das öffentliche Schulsystem
Man muss klar dazu sagen, das man sich noch nie so recht für diese Menschen im Bildungssystem eingesetzt, haben, man sieht dies Menschen in vielen Fällen als Hürde, und kommen somit unter die Räder. Unser Bildungssystem bräuchte dafür klarere Normen, die im ganzen Land ihre Gültigkeit haben. Daher brauche sie dringend Notenschutz für Deutsch und andere Fächer wo die schriftlichen Komapetzen, eben nicht bewertet werden. In der Regel sind legasthene Menschen sehr gut in der Artikulation, und sind u.a. nicht selten überdurchschnittlich in den naturwissenschaftlichen Fächern. In den Oberstufen verschärft sich die Situation durch aufgebürdete Sperrklauseln, in dem die betroffenen Schüler ausgeschlossen werden, dies eben bei ungenügender Rechtschreibleistung, da werden Schüler vom Abitur ausgeschlossen. Dies mal kurz zur als Spiegelbild zur Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem.
Der neue Legasthenienachlass in Schleswig-Holstein, ist nur heiße Luft
Vor kurzem würde dieser verabschieden, beinhaltet unhaltbare Lücken, die den Betroffenen Menschen wenig bringen. Da Legastheniker eigenverantwortlich an Ihren Defiziten Arbeiten sollen, soll nach dem neuen Erlass eine Lösung sein. Außerdem dürfen PC nur bei einer schweren Erscheinungen eingesetzt werden. In Norwegen ist es zum Beispiel im Gesetz verankert das Menschen mit einer Legasthenie eine computergesteuerte Rechtschreibunterstützung wie die Software LingDys für den schulischen Alltag eingesetzt werden darf. Dies wir in Norwegen von der Krankenkasse getragen, um eben diese Menschen zu unterstützen. Daher wird es auch Zeit das auch für unser Land so eine Regelung kommt, den die Software gibt es schon auf dem deutschen Markt und nennt sich LingCheck 1.0. (ich berichtete)
Und die Politiker wundern sich, dass die Nachwuchskräfte fehlen
Was hier in unserem Lande von der Politik verzapft wird, ist schon seit Jahren ein Desaster was unserer ganzen Gesellschaft schadet, nicht nur den Menschen sondern auch der Wirtschaft, denn durch unser selektives Bildungssystem, müssen viele Betroffene stranden, als das man sie auffängt und unterstützt. Von Chancengleichheit im Bildungssystem sind wir noch horrend weit entfernt. Dies eben zum Schaden der ganzen Sozialsysteme. Man förderte bisher die Ausgrenzung potenzieller Leistungsträger die unsere Land, die Wirtschaft, und das Gemeinwohl dringend bräuchte – Das schlimmste das die Herrn Politiker von Ihrem Traum vom deutschen Bildungsland, erwacht sind. Denn sonst würde man schleunigst mehr Geld in die Bildung investieren, und auch für Chancengleichheit im Bildungssystem sorgen.
Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. lädt vom 2-5.10.2008 zu Fachkonferenz im Rahmen des 16. Bundeskongresses nach Berlin ein. Da wir es besonders um den Handlungsbedarf in punkto Chancengleichheit gehen. Denn das Motto wird auch „Chancengleichheit“ heißen.
Weitere Informationen erhalten sie auch auf der Verbandseite des BVL e.V.
Quelle: PM des BvL e.V. vom 29.07.2008
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