Als Grundlage wird die Rede von Professor Klaus Hekking, die Er am 20.September 2007, im Rahmen des Vdk, die Er zum Thema: Zunkunft der Berufsförderungswerke hielt. Hinzu kommen meine eigenen Erfahrungen, nach rund 20 Jahren beruflicher Rehabilitation, die ich im BBZ Bautzen, BBW Dresden, Bfw Bad Pyrmont durchlebten mußte. Alle dieser Einrichtungen unterschieden sich vom erleben, sowie deren Qualität geringfügig, und müssen als: „unberiedigend und mangelhaft“ gesehen werden und bewertet werden.
Ich bin nach wie vor, der Meinung das sich die Öffentlichkeit sich diese Einrichtungen auch medial, genauer ansehen sollte. Darum stehe ich auch selber zum einen Auffassungen, die mir immer wieder viel Betroffene in unserem Lande Bestätigen – nicht nur die Betroffenen in unserem Land sehen dies so, sondern auch Bürger, die in irgendeiner Form damit im familiärem Umfeld damit konfrontiert wurden. Dies ist nicht meine einzelne Meinung, sondern spiegelt die Ansicht viel wieder, und ist somit im eigentlichen Sinne, auch repräsentativ für die berufliche Rehabilitation in unserem Lande. Ich selber habe dies in den letzten 20 Jahren erlebt und bin Kenner dieser Vorgehensweisen, die mich schon kurz nach der Wende erlebte, die mich an unserer deutschen Demokratie, sowie der Erfüllung des Grundgesetzes, arg zweifeln ließen.
Was sind Berufsförderungswerke überhaupt?
Berufsförderungswerke haben sich zu Aufgabe gemacht, Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen bzw. Menschen die von Behinderung bedroht sind, wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dies passiert in 26 Berufsföderungswerken, verteilt in den 16 deutschen Bundesländern, die von der öffentlichen Hand finanziert werden. Berufsförderungswerke gibt es schon seit 1945, das erste begann in Bad Pyrmont seine Arbeit an Kriegsveteranen nach dem 2. Weltkrieg, dies entwickelte sich bis heute weiter fort, und bereitete sich im ganzen Bundesgebiet aus, fast in allen Bundesländern gibt es solche Einrichtungen, die zumeist von öffentlichen Stiftungen sowie von privaten Trägern getragen werden.
In der breiten Bevölkerung, weniger bekannt – Ihr Leumund, ist aber kein guter!
Obwohl diese Einrichtung rund 50-60 Jahre bestehen, sind diese Einrichtungen kaum bekannt. Die Einrichtungen sind eben staatliche Einrichtungen die auch kaum etwas an die Öffentlichkeit bringen. Denn wenn die Öffentlichkeit über die Zustände der Berufsförderungswerke aufgeklärt wäre, würde es um diese Einrichtungen noch schlechter aussehen. Aber Ihr Leumund: Ist kein guter! Hinter vorgehaltener Hand sprechen nicht nur die ehemaligen Umschüler, über die unzureichende Qualität – die aber der deutsche Steuerzahler mit seinen Abgaben mittragen muss.
Wurden bisher immer von den Rentenversicherern und Arbeitsagenturen bevorzugt – von der Privatwirtschaft eher als Dorn im Auge betrachtet!
Die Berufsförderungswerke waren bisher, immer wichtige „Eckpfeiler“ des Sozialsystems, der Bundesrepublik, diese Einrichtungen profitierten von den vollen Steuerkassen, Rentenversicherern und Arbeitsämtern schulten alles um, was man nur Umschulen konnte, egal was heraus kam – als arbeits- und sozialpolitische Planwirtschaft, initiiert von den diversen Volksvertretern, Gewerkschaften und Kirchen. Dies konnte man sich bis ende der 80er Jahre leisten, weil da auch die Arbeits- und Sozialkassenlage eine andere war. Aufgrund der immer größer werdenden Arbeitslosigkeit, die durch die Wiedervereinigung zu Stande kam. Waren auch immer mehr Arbeitslose zu verzeichnen, die zu integrierenden Menschen wurden aber deswegen nicht weniger. Die Berufsförderungswerke vermochten es nicht, sich den Begebenheiten einer moderner werdenden Gesellschaft sich anzupassen. Auch die Individualisierung der maßgeschneiderten beruflichen Rehabilitation, entwickelte sich bis heute kaum.
Die Privatwirtschaft, durchblickte das ganze. Umschüler aus diesen öffentlichen Einrichtungen, nicht nur aus Bfw’s, sondern aus anderen Einrichtungen, waren und sind selten gern gesehen. Weil die Wirtschaft ganz andere Kompetenzen benötigt, die aber solche öffentliche Einrichtung nicht erbringen können. Im Lebenslauf so eine öffentliche Einrichtung zu haben ist eher ein Schandfeck, für viele viel Betroffene.
Die Zukunft der Berufsförderungswerke
Man machte jeden „Bock zum Gärtner“ – egal was rauskam, die Hauptsache die Zahlen stimmten, in den Arbeitslosenstatistiken der Agentur für Arbeit und der JobCenter.
Fast nach Gießkannenprinzip schulte, man Menschen in Berufen um, ohne die Effizienz zu hinterfragen. Persönliche Neigungen und Interessen der Betroffenen mussten zumeist weichen, und sich den Häusern anpassen, je nach Belegung der Lehrgänge verteilte man die Umschüler in die Lehrgänge. Herr Prof. Klaus Hekking spricht in seiner Rede wie es aussehen müßte: „Das die berufliche Rehabilitation zum Rehhabilitanden muss, und nicht Er zu Rehabilitation“. Er hat sehr wohl recht damit, so sieht es auch das deutsche Grundgesetz vor, das jeder Bürger das recht auf freie Bildung und Entfaltung gegeben ist. Aber diese Einrichtungen verletzten mehrfach, die Grundrechte der zu integrierenden Menschen.
RehaAssesment – das Siebinstrument (Vorselektion)
RehaAssesment: soll dazu dienen um medizinisch wie arbeitspsychologisch Abklärung, ob der zu rehabilitierende für den Beruf tauglich ist oder nicht. Dies ist ohne Frage äußerst, fraglich. Denn Menschen die man zu Integrieren hat, psychologisch zu untersuchen, ob sie tauglich sind für den jeweiligen Beruf. Dies ist eher ein eingriff in die Persönlichkeitsrechte, und verletzt das Grundrecht auf individuelle und freie Entfaltung nach dem deutschen Grundgesetz – so wie es zumindest in den Berufsförderungswerken läuft, werden Menschen einfach nicht nach ihren „maßgeschneiderten“ und „individuellen“ Bedürfnissen gefragt, sondern medizinisch und psychologisch an das System dieser Häuser angepasst. Begabungen und Neigungen, sind nicht von Interesse, es zählen irgendwelche blödsinnigen Zugangsvoraussetzungen, Wirtschaftlichkeit, sowie die freien Plätze der Lehrgänge. Dies ist grundsätzlich falsch, denn es ist anzuzweifeln, dass man durch psychologische Tests, Menschen richtig beurteilen kann. Alles was zählt, sind die Bedürfnisse der Menschen die man zu Integrieren hat, und keine „direkte“ Wirtschaftlichkeit. Nur auf Anpassung der Bedürfnisse der zu integrierenden kann erst Wirtschaftlichkeit und Effizienz werden. Denn dies wird längerfristig auch den Menschen einen Platz in dieser Gesellschaft verschaffen, wenn man sie genauso individuell Fördert, um das sie auch eine Sinnerfüllung in Ihrem Leben erkennen können, und nicht im System funktionieren müssen.
Aus meiner eigenen Erfahrung, sowieso der anderen Menschen die solche Maßnahmen durchlaufen mussten, hörte in der Regel schon nach dem: „RehaAssesment“, die Motivation, die Hoffnung auf eine integrierte Zukunft auf. Die Folgen, sind fatal, wenn sogar mit Druck dann Menschen in irgendwelche Umschulungen drängt, ob wohl der Berufswunsch ein völlig anderer individueller ist. So muss man sagen: Das dass gutklingende Instrument „RehaAssesment“, zum unmenschlichen Siebinstrument, besser auf dem Punkt gebracht Vorselektion. Dies ist, dann der Anfang vom Ende einer erfolgreichen Rehabilitierung – da läuft auch das Meiste schief. Außerdem ist es sehr fraglich, das man diese Maßnahmen in den eigenen Häusern durchführt, statt von unabhängigen Gutachter und Einrichtungen, die mit diesen Berufsförderungswerken nichts zu tun haben.
RVT und RVL – Nutzlose: „Zwischenselektion“
Dies sind die Zwischenstationen der beruflichen Rehabilitation. RVT (Rehabilitationsvorbereitungstraining), da sollen Menschen fit gemacht werden für die anstehende Umschulung, es werden soziale Kompetenzen, Mathematik und Deutsch, Berufserkundung, Kommunikationstraining durchgeführt, da geht es nicht um die individuelle maßgeschneiderte Integration, sondern um das Funktionieren im System.
Im RVL, da läuft es sehr ähnlich ab, da geht es auch um die berufsbezogene Rehavorbereitungslehergang, bloß ohne psychosoziales Belastungstraining. Diese Maßnahmen passen nicht sich an die individuellen Bedürfnisse an. Sondern sind schlichtweg, Zwischenselektionsmaßnahmen, in dem sich nichts entschieden hat, den es gibt da keine 100% Garantie, das der Betroffene auch im Gewählten oder bzw. von anderen auferlegten Beruf tauglich ist.
So passierte mir es als Legastheniker, ich war für meinen gewählten Beruf des Fotografen, zwar vorangemeldet, aber ich hatte eben individuelle Schwierigkeiten denen man nicht mir angepasst begegnen konnte, wurde dann von den Verantwortlichen unter Druck gesetzt das ich aufgrund meiner Leistungen nicht die Umschulung absolvieren kann – dies ist ein massiver Einschnitt die „Freiheitsrechte“ eines Menschen. So ein Lehrgang muss so angepasst werden, dass der betroffen 100% sein eigenes Berufsziel schafft, aber so sind die Maßnahmen sehr fraglich. Da hört im eigentlichen Sinne, auch schon eine berufliche Rehabilitierung auf. Man kann nur eine Rehabilitierung mit dem Menschen machen, und eben nicht „gegen“ Ihn.
Umschulung – es werden falsche Hoffnungen gehegt, nur 10% bis 20 %, haben eine reale Chance für einen Job
Sehr wenige Menschen durchlaufen die „Vorselektionsmaßnahmen“ unbeschadet. Wenn sie etwas Glück haben, können sie auch etwas mit dem Beruf anfangen. Dies sind aber die allerwenigsten, dementsprechend fallen auch die Motivationen der Umschüler aus, denn eine ungewollte Umschulung wird kaum einen Erfolg bringen. Die wenigen die dann mit dem Beruf etwas anfangen können, kommen auch nach der Umschulung allerhöchstens zu 10% bis 20 % einen Job, dies sind Schätzungen, die je nach Beruf unterschiedlich sind. In meiner Umschulung zum Siebdrucker sind bis nach 3 Jahren genau 70% ohne einen Job, die anderen verdienen gerade mal soviel das sie um die Runden kommen, und sind zum Teil sogar Harz IV-Aufstocker. Das interessante war in meinen Lehrgang, dass ein sehr großer Teil auch andere Berufe umschulen wollte, einige wollten Fotografen werden wie ich, andere in anderen Medienberufen eine Umschulung machen – dies zeigt genau auch die Ineffizienz, dieser Maßnahmen die den Menschen keine Integration bringen, und nur das Steuersystem belasten.
Sie bringen mehr Schaden als Nutzen!
Dies was ich hier Schilder, gibt es in vielfacher Form und Weise von Betroffenen Menschen zu erzählen. Es gibt haarsträubende Geschichten , die in Ausgrenzung enden . Meine ist nur ein Beispiel von Tausenden, die bis heute kaum eine wirkliche Chance bekommen haben, dazu zählen natürlich andere Menschen mit verschiedensten Behinderungen, aber auch viele Legastheniker und Dyskalkuliker, die aufgrund ihrer Lebensbiografie mehrfach solche Maßnahmen durchlaufen mussten, und aber gescheitert sind am System, Sie leben heute von Harz IV, oder kommen als Dumpingjober gerade um die Runden.
Da meistens sowieso mehr Dumpingjober herauskommen, ist es keine wirkliche Entlastung der gesellschaftlichen Sozialsysteme
Mein Fazit: Berufsförderungswerke bringen mehr Schaden als nutzen! Nicht nur den Betroffenen sondern auch der gesamten Ökonomie unseres Landes. Ob Berufsförderungswerke je einer Chance werden bekommen Ihren Leumund zu verbessern, die Qualität und die Individualisierung voran zu treiben, um das sich die Häuser halten, ist anzuzweifeln. Längerfristig werden diese Häuser bestimmt auch die Lichter ausmachen müssen. Es ist auch Okay, wenn solche Einrichtung sich nicht am Menschen orientieren, haben sie auch nicht mehr in unserer Gesellschaft nicht mehr dieser Form zu suchen. Daher würden generell von solchen Maßnahmen abraten – weil sie mehr Schaden als Nutzen bringen!
Aber man darf sich eben nicht wundern: Unser Bildungssystem ist alt und desolat, die Berufsförderungswerke können sich da eben auch nicht herausnehmen. Da stehen eben auch Reformen oder Schließungen an. Denn so eine fehlgeleitete Sozial- und Arbeitspolitik, von dem die Häuser bestimmt sind, kann sich unser Land in diesem Maße nicht mehr Leisten, gerade aufgrund der Klammen Sozial- und Arbeitslosenversicherungskassen und Rentenkassen.
Eine berufliche Rehabilitierung, muss anders aussehen, besonders in der Zukunft, aber da braucht man nicht diese Häuser nicht, sondern es braucht Initiativen in der Wirtschaft direkt. Denn nur da Weiß man genauer was man braucht, auch die Wirtschaft ist künftig bereit die Potenziale dieser Menschen zu fördern, da benötigt man keine staatlich finanzierte Planwirtschaft – die am Ende sowieso im Sand verläuft!
Schlagworte: Bildungssystem, Politik & Demokratie, Bildung, Integration, BfW, Berufsförderungswerke, Harz IV- Empfänger, Sozialsystem, Rehabilitierung, Legasthenie Bfw, Rentenversicherer, freie Berufswahl, Arbeitspolitik, auf kosten der Steuerzahler, in eigener Sache, mobbing Berufsförderungswerke
20. Oktober 2008 um 21:14
[...] Methoden die sicherlich auch für das Prekariat notwenige Reformen wären. Auch die Maßnahmen der Bundesagentur bringen nichts, weil sie kurzsichtig und Marktgetrieben sind. Am Menschen sind sie weniger [...]
8. November 2008 um 22:51
[...] als Legastheniker trotzt guter Intelligenz keine wirkliche Integration in diese Gesellschaft bekam. Da man mich per Gießkannenprinzip in eine berufliche Rehabilitation (mehrfach!) gesteckt hatte, mit der ich aber selber nichts anfangen konnte. Da war es für mich unumgänglich, [...]