Sehr viele Betroffene legasthene und dyskalkule Menschen sind in unserer Gesellschaft aufgrund ihrer Erfahrungen und Erlebnisse in unserer Gesellschaft verletzt. Wenn man Kinder und Jugendliche schon beizeiten im Bildungssystem ausgrenzt, sowie an den elementaren Chancen der Bildung hindert, in denen kaum eine Chance im künftigen Arbeitsleben gewährt, entsprechend ihrer individuellen Begabungen, produziert man natürlich massenhaft verletzte Menschen. Diese Verletzungen wirken sich natürlich sehr individuell bei diesen Menschen aus, weil wir Menschen ja sehr individuell sind wie reagieren wir auf Verletzungen auch sehr unterschiedlich, viele von uns tragen sehr tiefe Narbe, über die oft sehr schmerzhafte Peinigung im Bildungssystem, in den Familien, die schon sehr oft in der Schulpsychologie beginnen.
Man muss sich dessen bewusst sein, dass diese Menschen sowieso schon sehr viel sensibler sind als so manch ein anderer. Sehr oft nehmen wir Angriffe gegen unsere Person sehr persönlich, bearbeiten diese auch sehr viel langsamer, weil wir uns natürlich auch Gedanken machen warum wir so verspottet werden. Andere Menschen ist vielleicht nicht so tiefgründig denken können, wie wir, diese hinterfragen natürlich auch nicht diese Angriffe, und hacken sie ab. Bei uns Legasthenikern oder Menschen mit einer Dyskalkulie, verlaufen auch die Gefühle in unseren Seelen sehr viel anders ab. Denn wir sind zu zusätzlich, sehr oft um einiges viel sensibler, lassen viel zu oft bestimmte Dinge viel zu nahe heran, darum haben auch bestimmte Verletzungen die wir im Bildungssystem erlebt, nicht selten auch fatale Auswirkungen. Andere Menschen die nicht so sensibel sind und die diese Dinge nicht so heran lassen, können natürlich anders damit umgehen. Ein sehr großer Teil kann dies nicht von uns, darum bürgen ausgrenzen der Erlebnisse sehr lange nach. Diese werden natürlich noch viel anders empfunden, als die vielleicht gemeint sind. Das macht natürlich auch die Aufarbeitung dieser Erlebnisse viel schwerer. Nicht wenige von uns sind auch von den Erlebnis der frühen Schuljahre traumatisiert, haben Ängste und Süchte entwickelt, die sie ohne Hilfe ein Leben lang begleiten werden. Man kann davon ausgehen, dass es sehr vielen Menschen so geht. Dies entspricht auf jeden Fall meinen Erfahrungen, Ausgrenzung bringt natürlich arge Verletzungen hervor, in denen diese Menschen nicht mehr herauskommen, ohne Hilfe von außen zumindest.
Genau aus diesem Grund bei mir manchmal sehr verletzlich auf diese Ausgrenzung reagieren, könnte die Außenwelt denken dass wir psychisch krank sind, die Medizin und die Psychologie sowieso – diese fühlen sich dann im Nachhinein eher noch bestätigt das wir zu den psychisch Kranken zählen. Man muss eben klar herausstellen: das uns nicht die Legasthenie schließlich krank gemacht hat, sondern die Ausgrenzung in unserer Gesellschaft hat nicht weniger von uns zu psychischen Fragts gemacht. Der Anschein das legasthene Menschen irgendwie psychisch krank sind, ist natürlich falsch, wenn diese Menschen werden erst durch Ausgrenzung in einer Gesellschaft krank. Von Natur aus ist der legasthene oder dyskalkule Mensch völlig normal intelligent und gesund. Darum müssen wir schon in der frühkindlichen Bildung, sowie die im allgemeinen Bildungssystemen Ausgrenzung vermeiden. Wird uns das gelingen, vermeiden wir natürlich auch psychische Erkrankungen bei legasthene und dyskalkule Menschen sowie bei hochbegabten. Die sind einfach Fakten immer nicht von der Hand weisen kann. Da man dies in den letzten Jahrzehnten in unseren Bildungssystem aber überhaupt nicht hingekommen hat Menschen nicht auszugrenzen, hatte man natürlich sehr viele verletzte Menschen im Bildungssystem auf Kosten unserer gesamten Gesellschaft produziert – viele von ihnen leben heute am Rande unserer Gesellschaft, sie fühlen sich sehr wohl nicht ohne Grund ausgegrenzt, und als letztes Rad am Wagen.
Gott sei Dank habe ich Glück gehabt, auch wenn meine eigene Lebensbiografie natürlich auch so einige tiefe Verletzungen aufzeigt, konnte ich diese sehr gut bearbeiten. Für diese Probleme brauchen natürlich auch diese Menschen professionelle Hilfe, genau in dieser Phase muss man dann natürlich auch von einer Sekundärlegasthenie sprechen. Selber konnte ich diese Verletzten in Erfahrungen mit meinem Glauben und Seelsorge sehr gut bearbeiten. Natürlich kommen immer wieder verschiedene Erlebnisse hoch, selber habe ich es sehr gut gelernt darüber offen und deutlich zu sprechen, denn an der Kommunikation dürfte es bei uns eigentlich nicht scheitern, wir benötigen einfach nur Menschen die uns zuhören, aber natürlich auch eine Gesellschaft die mit uns in den Dialog tritt.
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