
Man kann davon ausgehen, dass Menschen von Natur aus sekundärer (organische Probleme) Probleme und eine Legasthenie haben,eher in der Minderheit sind, als Menschen mit einer Primärlegasthenie. Das sind die Erfahrungen in der Praxis. Da man ja in Deutschland leider in diesem Bereich viel zu wenig forscht gibt es natürlich auch keine Zahlen. Die Dunkelziffer der Menschen mit einer sekundären Legasthenie, ist mit Sicherheit sehr hoch, da viele Menschen überhaupt ihr ganzes Leben zum einen großen Teil überhaupt keine Diagnose bekommen haben. Hätte man schon sehr zeitlich diese Menschen diagnostiziert, hätten diese auch zu einem sehr großen Teil natürlich auch keine sekundären Probleme wie: Ängste, Depressionen, schwierige soziale Verhaltensweisen, diverse sucht Probleme wie Alkohol und Drogen, sowie andere Folgeerscheinungen.
Die Folgen der Nichtbeachtung einer Legasthenie in Kindesalter, bringen einen enormen Schaden der gesamten Gesellschaft, und natürlich den Betroffenen selbst. Der Schaden der bis heute in den letzten Jahrzehnten entstanden ist kann man überhaupt nicht abschätzen, da es keine 100 prozentig konkreten Zahlen gibt. Man kann aber davon ausgehen dass es mehr als 8 Millionen legasthene und dyskalkule Menschen gibt, laut Bundesverband Legasthenie e.V., die Dunkelziffer ist um einiges höher davon kann man ausgehen. Denn die Legasthenie und die Dyskalkulie, haben sehr verschiedene Schwierigkeiten, sowie sehr unterschiedliche Ausprägungen die sehr individuell bei den Menschen ausgeprägt sind. Darum kann man nicht wirklich konkrete Zahlen nennen.
Die Zahl der geschätzten Menschen durch Nichtintegration ist mit großer Wahrscheinlichkeit sehr hoch,nach meinen eigenen Lebenserfahrungen sowie Beobachtungen der letzten Jahre ist mir aufgefallen dass eigentlich jeder deutsche Bürger, jemanden in der Familie beziehungsweise im Bekanntenumfeld die meinten kennt, wer mit diesen Dingen im Leben zu tun hat. Die Schwierigkeit in Wirklichkeit ist,dass man bisher in der Öffentlichkeit nicht differenziert, dass es verschiedene Formen dieser Probleme gibt. Darum werden wir Legastheniker und Dyklakuliker alle in einen Topf geworfen, man unterscheidet auch nicht die LRS und Rechenschwäche, es kommt sogar vor das man uns mit ADHS-Kranken verwechselt, die aber mit uns in keinster Weise etwas zu tun haben.
Genau aus diesen Gründen: ist die frühkindliche Beobachtung im Bereich der Wahrnehmung
sowie Aufmerksamkeit, auch bei Kleinkindern besonders wichtig, auch wenn man zu diesem Zeitpunkt noch keine Legasthenie, oder Dyskalkulie erkennen kann, es gibt aber gewisse Merkmale die einen aufmerken lassen müssen. Eine Diagnose und ein sehr individuelles Training für diese Kinder ist erst ab dem siebenten und achten Lebensjahr empfehlenswert, in genau dieser Zeit werden die er die Kinder mit den Kulturtechniken in der Schule konfrontiert. Entdeckt man in dieser frühen Zeit, bei diesen Kindern das sie von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen sind, kann man so einen sehr großen Teil natürlich aus sekundärer Probleme vermeiden – den sekundärer Probleme sind zum allergrößten Teil die Folge im Schulsystem, durch Druck, und unverstanden fühlen, Prüfungsangst sowie Schulversagen sind dann natürlich die Folge. Sekundäre Probleme verstärken sich dann natürlich in der Teenagerzeit, die Folgen können dann natürlich horrenden Minderwertigkeitsprobleme sein, Schulverweigerung, Gewaltbereitschaft, sowie schwere Depressionen bis hin zur Suizidgefahr.
Durch gezieltes und individuelles Legasthenietraining, sowie einen vernünftigen und offenen Umgang ohne diese Menschen auszugrenzen, mit der Beachtung von ihren Begabungen und Stärken, wird man zum einen sehr hohen Prozentsatz die sekundärer Probleme einer Legasthenie und Dyskalkulie,vermeiden können.
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