Legastheniker sind nicht von Natur aus depressiv
Mai 1, 2008 von Lars Michael Lehmann
Immer wieder wird man auf legasthene Menschen trifft, fällt es natürlich nicht selten auf, dass auch diese aufgrund ihrer Lebenserfahrung durch Ausgrenzung in unserer Gesellschaft zu Depressionen neigen.
Dies ist natürlich ein Faktum: wenn man Menschen ausgrenzt, sie nicht integriert,
Sie an Bildung hindert sowie an ihrer freien Entfaltung, entwickeln sie unweigerlich verschiedene Formen von psychosozialen Schwierigkeiten, die natürlich den schweren Depressionen enden können.
Legastheniker sind von Natur aus keine depressiven Mensch, wenn sie es sind, wurden sie als aufgrund der Ausgrenzung schon in den frühen Jahren im Bildungssystem, später in der Berufsausbildung, im erwachsenen Leben in der Arbeitswelt. Hinzukommen später nicht selten verstärkte Gewaltbereitschaft und Kriminalität, auch die Gefahr von extremen politischen Sichtweisen können die Folge sein, aber auch Drogenkonsum sowie andere Suchtkrankheiten, diese werden natürlich nicht selten von Depressionen verursacht.
Aus meinen erleben heraus: ich selber bin in einer sehr liebevollen Familie großgeworden, als Kind hatte ich keine Verstimmungen oder Depressionen, ich war ein sehr lebensbejahend der Mensch. Die sieht natürlich auch in den ersten Schuljahren an, änderte sich aber dann in meiner Pubertät, aber die Grundlagen wurden schon viel früher gelegt. Wenn man als Legastheniker Ausgrenzung erlebt, sind dann natürlich die Folgen auch depressive Verstimmungen, sowie die Gefahr von Kriminalität und Suchtproblem. Ich selber entwickelte durch die Ausgrenzung die ich erfuhr natürlich auch schwere depressive Verstimmungen, die über viele Jahre anhielten, durch diese entwickelte ich natürlich auch eine Suchtkrankheit. Mehr als acht Jahre war ich alkoholabhängig. Aber dies sind die folgen der Ausgrenzung, man nennt sie die sekundären Folgen einer Legasthenie, die von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung sind. Denn wenn man Menschen so ausgrenzt und selektiert in einer Gesellschaft, sind die Kosten viel höher für die gesamte Gesellschaft als wenn man diese Menschen individuell von den Kindesbeinen integrieren würde.
Aber über diese Thematik werde ich in den kommenden Wochen genauer berichten.
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