Gestern zu später Stunde, zappte ich durch das Fernsehprogramm, und entdeckte die Sendung: “Fakt ist..!: “Verklärt und vergessen?” – neue Sehnsucht nach der DDR. Besonders die Aussagen vom ehemaligen Innenminister Heinz Eggert bestätigten meine Ansichten, über das Unrecht in DDR Regime, besonders auch in puncto Bildung. Denn ich selber aber es auch als politischer Gegner in meinem Leben erlebt, da kam dem kommunistischen System, natürlich meine Schwierigkeiten als Legastheniker, sehr wohl recht.
Da ich selber aus einem katholischen Elternhaus stamme: ” ich mir sehr bewusst, was die DDR für ein menschenfeindliche Regime war”, meine Mutter erlebte selber das sie aufgrund ihrer politischen Gesinnung keine wirkliche Chance in der Berufsausbildung hatte. Denn sie wollte, aufgrund ihrer sprachlichen Begabung, Russisch- Dolmetscherin werden, dies wurde ihr aber aufgrund ihrer christlichen Gesinnung nicht ermöglicht da ihre Eltern keine SED Kader waren verwehrt. Meine Mutter erzählt mir immer, sie sagten ihr immer, Sie wissen ja sie könnten durchaus Dolmetscherin werden, aufgrund ihrer Begabungen für die Sprache, da aber ihre Eltern keine Mitglieder unserer Partei sind, können Sie dies vergessen.
Aufgrund unserer christlichen Gesinnung in der DDR, setzte sich natürlich auch um mein Leben dieser ausgrenzende Spirale fort. Da kam dem kommunistischen Regime besser wohl recht, dass ich mit meinem Problem beim erlernen der Kulturtechniken, in eine Sonderschule abgeschoben wurde. Dass man in DDR-Regime: ” ein anderes menschliches Miteinander kannte, ist natürlich richtig”, aber dies war aber nur unter den Gegnern, die Kader verfolgten uns, die Kirche gab uns halt und Zuflucht, die Kirche im Westen unterstützte uns, und dass wir unser Leben bestreiten konnte, und mit den geringen Geldern die wir in der DDR hatten, überhaupt einen Urlaub machen konnten. Der politische Gegner verdienten nicht viel. Gerade als Katholik, der Sonntag für Sonntag in die Kirche ging, hatte natürlich mit vielen argwöhnischen Blicken zu rechnen. Ich war damals in meiner DDR- Schulklasse, der eine Kirche ging und christlich erzogen wurde..
Es waren einige die eher poltisch erzogen wurden. Ja manche gehörten zu den Jasagern, ich bin ohne zu zögern in den Religionsunterricht gegangen, aber auch das zugestandenen das sich katholisch bin, und natürlich kein “Kommunist”, auch meine Eltern. Politische Gegner, hat man in der DDR sehr wohl sämtliche Rechte verwehrt. Während meiner Teenagerzeit: ” wurde mehr natürlich auch das DDR-Unrecht immer klarer”, da ich als Legastheniker immer einen hellen Verstand besaß, verstand ich natürlich auch die verschiedenen Zusammenhänge. Und ich kannte er so einige Probleme, die wir aus politischen Gründen hatten. Wir mussten immer aufpassen was wir sagten, und wer sich in unserer Nähe befand, überhaupt politisch zu äußern. Man musste eben einfach vorsichtig sein, ich durfte auch nie über meine Westverwandten reden. Ich kann mich zu noch sehr genau an meine Staatsbürgerkundeunterricht erinnern: ” ich war im politischen Unterricht, meistens überdurchschnittlich, weil dieser sowieso nur simple Allgemeinbildung war, die uns das politisch getrimmte Fernsehen eingetrichterte”. Da gab es nichts falsch zu machen, wer etwas hellen Kopf hatte:” konnte sich die Parolen des kommunistischen Systems sehr gut einprägen”. Aber wehe dem, der sich die diesem System widersetzte, schon damals es war im Jahre 1987: ” äußerte ich mich, gegen das DDR System im Stabiunterricht. Die Stabi-Leherrin, unangenehme Fragen:” warum haben denn unsere Staatsbedienstete, wenn sie auf Reisen ”Prostituierte”?, warum bekommen die nicht Arbeiten wollen, im Rathaus 10 Mark vom Bürgermeister?”, ich sehe immer noch den Zorn im Gesicht meiner Lehrerin. Wie ich es mir als Sonderschüler leisten konnte, staatsfeindliche Fragen zu stellen, obwohl ich konnte doch dankbar sein überhaupt auf eine Schule zu gehen, erwiderte sie mir. Im gleichen Atemzug erzählte sie uns, wie dankbar wir sein könnten überhaupt auf eine Schule zu gehen, denn das Naziregime hätten wir als Sonderschüler sowieso nicht überlebt, denn diese Menschen hat man damals ins Gas geschickt. Also betonte sie nochmals: “wir sollten doch dankbar sein!”
Eines Tages fragte sie mich verführerisch:” lars: Möchtest du auch zur NVA gehen?, ich erwiderte Nein, oder zum BUND, ich erwiderte Nein niemals”, ich kann mit einer sehr genau daran erinnern, mein Herz schlug fest, der Blutdruck stieg, ich hatte schiss, musste aber dazu stehen, denn ich war ja katholischer Christ kein Kommunist.
Natürlich gab es dann diverse Schwierigkeiten mit meinen Eltern aufgrund meiner politischen Äußerung. Bei mir gab es immer wieder Konfrontation, mit dem System.
1989 werend der Wende, steckte ich gerade in meiner Ausbildung in meiner Buchdruckerei, dies konnte ich nur durch Beziehungen meiner Eltern. Schon damals wollte ich etwas kreatives machen, oder etwas in den Medien, die Grundlagen als Legastheniker waren da. Bloß dass ich zur damaligen Zeit nicht wusste dass ich nicht, das ich einer bin. Im DDR Regime, selektierte man uns sowieso, in Sonderschulen ab. Während vielleicht meine Eltern Kommunisten gewesen, hätte ich verbessert Chancen gehabt. Da ich immer wieder, mit meinen politischen Äußerungen auffiel, gerade während der Wendezeit gab es heftige Konfrontation mit meiner alten Lehrerin, oder eines Tages sagte ich ganz offenkundig: ” Jetzt wird die Mauer fallen, und die Kommunisten kommen weg”, ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, um mir eine nette Kollegin über die Schulter vor, und sagte: ” lars, sei vorsichtig”. Denn dies sagte ich offenkundig auf der Straße, vor unserer Kaderleiterin, die wir immer rote Nelken nannten. Kurze Zeit später, die Wende war eigentlich schon vollzogen, kurz vor der Währungsumstellung, musste ich zu meinen Chef mit meiner Mutter dieser sagte uns: ” Ihr Sohn ist für unsere Druckerei, nicht mehr tragbar, außerdem sind seine Leistungen auch nicht die besten.”, ” das Beste für Ihren Sohn wäre es, wenn er in einer Werkstatt für Behinderte käm, da wäre er unter seinesgleichen, oder er putzt die Toiletten bei uns im Betrieb”. Diese beiden Dinge hat die zur Auswahl, als nicht volljähriger, hätte ich mich natürlich für keines von beiden entschieden, aber da ich nicht vollmündig war, entschied sich meine Mutter in die Werkstatt für Behinderte. Genau aus diesem Grunde wurde ich aus politischen Gründen, mit dem Vorwand natürlich Sonderschule und Minderbegabung für zwei Jahre in eine Werkstatt abgeschoben. Das interessante für mich war, dass es so einige andere “politische Gefangene”, in dieser Werkstatt gab, die vom politischen System ausgesondert wurden. Na da: ” war ich ja wirklich unter meinesgleichen”. Die Werkstatt war sehr gemischt, es waren verschiedene Behinderungen dabei, schwer geistig behinderter, geisteskranke und schizophrene, blinde und taube, sowie Menschen mit “Down-Syndrom”. Auch in dieser Zeit widersetzte ich mich auch in dieser Werkstatt. Es war grade in der heftigen Umbruchphase, und niemand bei uns wusste die es überhaupt weitergeht, wir hatten natürlich auch keine Orientierung.
Aber ich kam durch meine politischen Kontakte, nach der Wende zur Frau Regine Hildebrand, wieder aus dieser Werkstatt heraus, mit rund sieben anderen Jugendlichen. Zur 1992 dachte ich mir nun kann ich mich endlich beruflich frei entfalten, diese politische Abschiebung in die Werkstatt für Behinderte, haftete mir viele Jahre an. Genau diese Zeit, weil ich in dieser Werkstatt war, und weil man den alten Tatsachen glaubte im neuen System, da die Mitarbeiter der Bundes Agentur für Arbeit im damaligen Bautzen, nicht selten alte SED-Kader waren, bekam ich keine wirkliche Rehabilitierung, die ich kann ich mit Sicherheit zu sagen. Politisch rehabilitiert, wurde ich eigentlich bis heute nicht, auch beruflich wie es sich in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft sich gehört, auch nicht.
Heute kann blicke ich mit einen anderem Verstädniss auf diese Erlebnisse. Daher habe ich als Legastheniker noch eine andere Geschichte als es manche “Westdeutsche” Legastheniker haben. Außerdem muß man dazu sagen, das die alten Kader auch noch viele Jahre nach der Wende auf den Behörden wie auf dem Arbeitsamt anzutreffen waren. Daher war es noch zustätzlich schwer integiert zu werden. Stück für Stück kann ich schon sagen das ich heute “Rehabilitiert” wurde. So kann ich heute als vielschichtiger Legasthenieexperte in unserem ganzen Land arbeiten, denn ich besitze nun ein vieleschichtiges Wissen von beiden deutschen Seiten. Auch wenn es sehr hart war aber die Zeit, hat mich für meine Lebensaufgabe geformt. Für mich als Christ war es auch die Aufgabe meinen Peinigern zu vergeben. Das brauchte Zeit, aber ich glaube ich konnte all diese Phasen vergeben und überwinden. – Heute kann ich dankbar zurückblicken und kann den vielen Betroffenen und der Gesellschaft eine Hilfe sein.
Zusätzliches: Ich muss hier klarstellen. Selber habe ich nichts gegen politische Orientierungen wie die etwas von der Gesinnung links sind, wie die gesunde Sozialdemokratie, ich habe aber etwas gegen extremisten ob Links oder Rechts. Denn alles was sehr Extrem ist, kann nicht gut sein. Nur mal zum Verstädnis…
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