Legastheniker: müssen sich dem auferlegten Schicksal widersetzen

By Admin

Viele von uns erlebten auch in unserer Gesellschaft ein auferlegtes Schicksal, denn man redete uns immer dass wir irgendwie nicht richtig im Kopf sind, darum sperrte man uns in Sonderschulen, steckte uns auf Hauptschulen, presste uns in irgend welcher Handlangerjobs die uns nicht entsprachen.

Unserer Gesellschaft, auferlegte uns ein Schicksal, ein Leben in einer Sonderschule zu Fristen, am Rand in dieser Gesellschaft oder auch unter Harz VI- lebend, und manche von uns steckte meinen in irgendwelche sinnlosen Integrationsmaßnahmen des Arbeitsamtes sie nennen sich Kolpingwerke, Berufsbildungswerke, Berufsförderungswerke etc.

Bis heute schwiegen viele von uns, sie akzeptierten ihr auferlegte Schicksal und widersetzten sich nicht, denn unliebsame die sich in unserer Gesellschaft widersetzen behandelt man nicht besonders gut, kantige und unbequeme Menschen wollte eine Gesellschaft nie, Querköpfe, Intellektuelle, zerstreute,
kreative, Träumer, Visionäre konnte unsere Gesellschaft bisher nicht ab…

Denn sie passen nicht in unser Schema, sie sind selten Handwerker, Sie sind einfach anders, sie haben spezielle Begabung, und scheitern manchmal an den alltäglichen Dingen – dies hat aber unsere Gesellschaft definiert.

Wir müssen uns unserem auferlegten Schicksal unserer Gesellschaft widersetzen, denn ganz klar steht im deutschen Grundgesetz dass sich jeder frei entfalten darf, dass er auch anders ist, ein Recht auf Integration und Selbstbestimmung hat. Die heißt natürlich auch, dass wir als Legastheniker den gleichen Zugang haben auf Bildung,haben die uns unserem Intellekt entspricht – nicht denn man uns auferlegt, nur weil bestimmte Dinge nicht erfüllt sind, weil wir einfach anders sind als die Masse ist,weil wir anders fühlen und Denken, nur weil wir manchmal Buchstaben oder Zahlen vertauschen, Etwas unkoordiniert sind untauglich, und vielleicht manchmal sogar sensibler sind.

Wir gehören auf keine Sonderschule, und in keine Rehamaßnahmen der Arbeitsämter, sondern uns gebührt eine völlig normale Bildung wie sie alle anderen unsere Gesellschaft gewesen, auch wenn mancher Arm von uns sind,
Sie haben aber das gleiche Recht auf Bildung, und auch ein Recht entsprechend ihrer Begabung studieren,
unsere Gesellschaft muss sich auch für unsere Belange einsetzen, Barrieren beiseite schaffen, unsere Gesellschaft aufklären, was überhaupt die legasthene ist.

Es wird Zeit, dass wir uns widersetzen, wir müssen aufstehen und der Welt da draußen sagen was mit uns wirklich ist – wir brauchen uns nicht schämen denn wir haben Fertigkeiten und Begabung, Potenziale, die die Allgemeinheit Brauch…

Es wird Zeit dass wir uns widersetzen, egal wer uns hindern will an einer Chancengleichen Bildung, oder Integration in der Arbeitswelt. Wenn uns jemand was auferlegen will, müssen wir uns widersetzen, und sträuben und uns weigern, egal was die anderen sagen… die Ämter egal wer.

Widersetzt euch, euren auferlegten Stigma/Schicksal,

Mein Fazit: Es ist immer leichter sich dem Auferlegten Schicksal, zu gehören. Widerstand ist oft der sehr unbequeme Weg, auch in unserer Zeit. Im Osten kannte ich widerstand aber nur in der DDR-Zeit und während der Wendezeit, das änderte sich bald und sie schwiegen auch wieder. Ich war oft nicht gern gesehen, weil ich eben mich widersetzte, das im Osten die Chancen schlecht waren den Beruf zu erlenen ohne Hilfe von staatlicher Hilfe, dafür konnte ich nicht, versucht hatte ich es, aber die Fotografen hatten kaum selber Geld, die bekam dann meistens nicht das Geld für meine Ausbildung. Dann dachte ich, die Gesellschaft hat mich Ausgegrenzt nun muss sie mich integrieren aber entsprechend meiner Fähigkeiten und Begabungen, da ist jeden von uns als freier Bürger berechtigt, darum schrieb ich viele Petitionen an den Bundestag, und an andere Behörden weil ich ganz klar der Meinung war, das dies mir zustand, aber ich täuschte mich. Es gab nicht die Integration die für mich angemessen gewesen war.

Da ich über die Politik druck machte steckte man mich in ein Bfw, man dachte wenn ein Mensch für sein Recht kämpft kann er nicht alle „Tassen im Schrank“ hat – heftig! Ist eine Krasse Demokratie in unseren Land, aber ich widersetzte mich bis heute weiter, das muss man auch, egal was kommt. Ich erinnere mich immer wieder an die Geschichte von Bonhoeffer und Scholls oder an die Menschen die in der DDR-Zeit widerstand bewiesen, genau an diesen Menschen habe ich mich orientiert, das sind auch die Besten an den man sich orientieren kann wenn einen das System ein Schicksal auferlegen will – das ist keine Freiheit und auch keinen Demokratie. Man wird zwar nicht schnell “reich” davon aber es lohnt sich diesen Weg zu gehen, den Weg des Widerstandes, gegen das auferlegten Schicksals als “Dummer” oder “Lernbehinderten” Legasthenikers.

Leute steht auf uns Widersetzt euch, weigert euch wenn ihr auch diese Dinge erlebt.

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