Hochbegabung vs. Legasthenie
Dezember 14, 2007 von Lars Michael Lehmann
Es stimmt auf jeden Fall, dass nicht wenige legasthene Menschen über eine Hochbegabung verfügen. Nicht selten ist diese aber aufgrund der negativen Erfahrungen weniger ausgeprägt.
Da man leider in dieser Gesellschaftsmenschen mit einer Legasthenie immer noch als Minderbemittelt betrachtet, entwickelte legasthene Menschen eher ihre Hochbegabung zurück. Die in der Regel eigentlich schon im frühen Kindesalter ganz gezielt gefördert werden müsste. Auch wenn die Struktur hoch begabter Menschen vorhanden ist, um eine Hochbegabung herauszubilden muss diese ganz gezielt in einem gesunden Umfeld gefördert werden. Bis heute gibt es leider viel zu oft zu wenig Förderung gerade im Bereich hoch begabter Menschen.
Legasthene Menschen, sind nicht von vornherein hoch begabt, das wäre falsch dies zu behaupten. Aber nicht wenige hätten eine gute Grundvoraussetzung eine Hochbegabung zu entwickeln. Gerade diese andere Form der Wahrnehmung ermöglicht legasthene Menschen eine Entwicklung der Hochbegabung. Wird diese aber nicht erkannt entwickelt sich auch keine Hochbegabung! Aus diesem Grunde lebe nicht weniger heute am Rand dieser Gesellschaft, das Potenzial ist verschutt gegangen, und sie sind unglücklich.
Viele dieser Menschen werden auch von ihrer Außenwelt isoliert. Gerade bei diesen Menschen eine andere Form der Wahrnehmung haben fühlen Sie sich nicht selten zurückgesetzt und Unverstanden. Es entstehen nicht selten seelische und psychosoziale Probleme, die nicht selten zu einer psychosozialen Behinderung werden können. Außerdem ist die Gefahr vorhanden eine sehr hohe Suchtgefahr zu entwickeln.
Man muss eben ganz klar dazu sagen, dass unsere Gesellschaft mit Begabung und Hochbegabung ihre Schwierigkeiten hat. Nicht selten sind legasthene Menschen in diesen Bereichen zu finden. Menschen mit vielschichtigen und analytischen Denken, sind nicht gerade die leichtesten Menschen, weil sie nicht selten eigensinnig sind. Viele von ihnen sind exzentrisch und unabhängig, und denken in völlig anderen Sphären und Strukturen, das nimmt natürlich die Gesellschaft und das Umfeld als Störung oder sogar Behinderung war. Besonders wenn es um Unaufmerksamkeit geht und abelenktheit. Oder schnell und hin und her schweifen Gedanken. Da kommt eigentlich die Allgemeinheit nicht ganz klar, daher haben es legasthene mit Hochbegabung oft sehr schwer Menschen zu finden die ihresgleichen sind. Das verstärkt natürlich viele viele Schwierigkeiten.
Viele werden aufgrund ihrer Hochbegabung und Begabung zum Außenseiter. Ich habe es selber erlebt wie sich dies an fühlt, besonders wenn man eine Hochbegabung und Legasthenie hat, wird es sehr schwer.
Da die Legasthenie immer noch nicht in dieser Gesellschaft akzeptieren anerkannt ist erschwert es viele Bereiche im normalen Leben und Alltag, besonders im Berufsalltag. Ich habe mich jemals immer schwer getan sehr simpel und einfache Tätigkeiten auszuüben, dass sie mir total schwer. Ich habe es bloß immer gemerkt dass ich für so was nicht gemachten bin. Aber wenn man ebenso denkt, denkt unsere Gesellschaft das sie in der Regel mit einem Spinner zu tun haben. Das ist auf keinen Fall so, ich brauchte immer üben wir eine Herausforderung wo ich mich auch geistig betätigen kann. Ich habe es auch immer wieder den letzten Jahre bewiesen das sich eben nun mal kein Handwerker bin, aber aufgrund meiner Legasthenie wollte mich diese Gesellschaft immer wieder zum Handwerker machen. Der Mann denkt eben immer noch Leute mit geringerer Schulbildung und bestimmten Schwierigkeiten ihr seid manchmal legasthene aufweisen, sind eben diese gerade für handwerkliche Tätigkeiten tauglich. Ich war es eigentlich nie musste aber bilden welche sinnlosen Berufe erlernen. Sie waren aber für mich sinnlos, und da wurde ich eben niemals verstanden, dass ich mich mit diesen Dingen nicht begnügen konnte. Es war für mich niemals eine Herausforderung.
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wo ich einige Zeit in einer Siebdruckerei an einer Druckmaschine arbeiten musste. Da habe ich mich Tag für Tag zur Arbeit gequält, denn es war für mich keine geistige Herausforderung Tag für Tag an einer sinnlosen Druckmaschine zustehen. Rakel einbauen und ausbauen, aber auf sieb, Drucken und und es wiederholte sich Tag für Tag und das manchmal 10 Stunden. Da war ich sehr unzufrieden und frustriert, und wusste das sich niemals sowas werde in meinem Leben wieder machen.
Genau wie ich es hier beschreibe geht es ganz vielen legasthene Menschen dieser Gesellschaft, die irgendwas machen müssen weil es ja die anderen von uns wollen. Ich bin aus diesem Kreislauf ausgebrochen und bin sehr froh darüber. Viele stecken immer noch in der Tretmühle dieser Abläufe, und wundern sich dass sie sich ausgelaugt fühlen, und manchmal sogar depressiv sind. Es gibt eben nun mal unterschiedliche Menschen, die einen sind ja praktisch veranlagt und haben keine Probleme eintönige Arbeiten zu machen. Die anderen sind eher theoretisch und abstrakt, und brauchen etwas für ihre grauen Zellen zum Arbeiten. Das muss man eben einfach so sehen, ohne die eine oder andere Seite herabzusetzen. Denn beide werden gebraucht….
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